← Zurück zum Blog

Die 10 besten Tauchplätze in Papua-Neuguinea

Papua-Neuguinea liegt im Herzen des Korallen-Dreiecks und gilt unter Tauchern als eine der artenreichsten Unterwasserregionen der Erde. Die Kombination aus kristallklarem, warmem Wasser, intakten Riffen, historischen Zweiten-Weltkrieg-Wracks und extremer Makrofauna macht das Land zu einem der aufregendsten Tauchziele weltweit. Während Liveaboards die entlegenen Spots erschließen, bieten Resortbasen in Kimbe Bay, Milne Bay und Tufi komfortablen Zugang zu Weltklasse-Tauchgängen direkt vor der Haustür. Die Unterwasserwelt hier ist nicht nur artenreich — sie ist von einer Dichte und Intaktheit, die in wenigen anderen Regionen der Erde noch existiert. Wer nach Papua-Neuguinea kommt, sollte sich Zeit nehmen. Öffne die Karte für einen Überblick über alle verzeichneten Tauchplätze.

1. Kimbe Bay, West New Britain

Kimbe Bay ist ein Vulkansee im weitesten Sinne — eine geschützte Bucht mit unterseeischen Vulkankegeln, die von der Oberfläche bis in Tiefen von über 60 Metern reichen. Die Vielfalt ist schwindelerregend: Über 400 Korallenarten und mehr als 900 Fischarten sind hier dokumentiert. Walhaie besuchen die Bucht ganzjährig; Mantarochen kommen an spezifischen Reinigungsstationen. Tiefe: 10 bis 40 Meter. Sicht oft über 30 Meter. Geeignet ab OW-Niveau, tiefere Pinnacles erfordern AOW. Beste Zeit: November bis April.

2. Milne Bay, Papua

Milne Bay im Südosten von Papua-Neuguinea ist einer der wichtigsten Orte für Makrotaucher auf der Welt. Der Mimic-Oktopus wurde hier 1998 erstmals wissenschaftlich beschrieben, ebenso Wunderpus, Mandarinfische und eine Vielzahl von Nacktschnecken-Arten. Die Bucht bietet sowohl Riff- als auch Schlick-Tauchen (Muck Diving) in Tiefen von fünf bis 25 Metern. Sicht: variabel, fünf bis zwanzig Meter. Geeignet für alle Niveaus. Beste Zeit: Oktober bis April.

3. Tufi Fjords, Oro Province

Die Tufi Fjords an der Nordostküste sind geologisch einzigartig: überschwemmte Vulkankrater und Fjorde, deren Wände unter Wasser senkrecht in Tiefen von über 50 Metern fallen. Schwarze Korallen, Gorgonien und Schwämme überziehen die Hänge. Tintenfische und Mantarochen besuchen die Kanäle, Barrakuda-Schulen stehen an den Strömungspunkten. Shore-Diving direkt vom Resort aus ist eine Besonderheit; Taucher erreichen 30 Meter in wenigen Schritten vom Ufer. Geeignet ab OW-Niveau; tiefe Wände erfordern AOW.

4. SS Prinz Eugen und Zerstreute Wracks, Rabaul

Der Hafen von Rabaul auf New Britain war im Zweiten Weltkrieg ein wichtiger japanischer Marinestützpunkt, und der Meeresgrund ist entsprechend besiedelt. Mehrere Wracks, darunter zerstörte Freighter und Kriegsschiffe, ruhen in Tiefen von 15 bis 50 Metern. Das bekannteste ist ein japanisches U-Boot, das intakt auf dem Grund liegt. Korallenüberzug auf dem Stahl ist dicht, und Schwärme von Glasfischen füllen die Laderäume. Erfahrene Wraktaucher kommen hier auf ihre Kosten; Grundkenntnisse im Eindringen in Wracks werden empfohlen.

5. North Point, Kimbe Bay

North Point ist ein unterseeischer Pinnacle innerhalb von Kimbe Bay, der bei strömungsreichem Wasser außergewöhnliche Pelagik-Begegnungen bietet. Thunfische, Makrelen und Trevallys umkreisen die Kuppe in Tiefen von zwölf bis 25 Metern, während Hammerhaie gelegentlich aus der Tiefe aufsteigen. Dicht besiedelte Korallenköpfe versprechen auch dann einen lohnenden Tauchgang, wenn die Strömung nachlässt. AOW-Niveau empfohlen, Strömungsdiving-Erfahrung sinnvoll.

6. Witu Islands, West New Britain

Die abgelegenen Witu Islands nordwestlich von Kimbe Bay werden selten besucht und bieten einige der unberührtesten Riffe der Region. Walhaie und Mantarochen sind häufige Begleiter; die Korallendichte ist stellenweise atemberaubend. Zugang ausschließlich per Liveaboard. Tiefen von zehn bis vierzig Metern, moderate bis starke Strömungen möglich. Nur für erfahrene Taucher mit Liveaboard-Erfahrung; nächste medizinische Versorgung weit entfernt.

7. Fathers Reefs, Kimbe Bay

Die Fathers Reefs sind ein Komplex aus drei unterseeischen Pinnacles in Kimbe Bay, benannt nach einer Gruppe katholischer Missionare, die früh in der Region tätig waren. Die Felsen tragen üppige Weichkorallen in Lila und Orange, Feuerfische stehen in den Strömungsschatten, und Mantarochen besuchen die Reinigungsstationen an der Oberkante. Tiefen: zehn bis 35 Meter. Strömung variabel, bei aufgehendem Wasser am stärksten. Ab AOW-Niveau.

8. Horseshoe Bay, Madang

Madang an der Nordküste von Papua-Neuguinea bietet eine ungewöhnliche Mischung: Wracktauchen auf Überresten des Zweiten Weltkriegs kombiniert mit exzellentem Rifftauchen. In Horseshoe Bay ruht ein japanisches Mitsubishi Zero-Jagdflugzeug in neun Metern Tiefe — fast vollständig erhalten, leicht korrodiert, aber erkennbar. Drumherum gedeiht ein vitales Riffsystem. Die Kombination aus Geschichte und Biologie macht diesen Tauchgang einzigartig. Geeignet für OW-Taucher.

9. Blue Ribbon Eels, Milne Bay

Ein spezifischer Flecken innerhalb der Milne Bay ist für Makrotaucher legendär: eine sandige Rinne in sechs bis zwölf Metern Tiefe, in der Blauband-Muränen (Blue Ribbon Eels) in ungewöhnlicher Dichte vorkommen. Diese in Neonblau und Gelb leuchtenden Muränen sind ein Fotomotiv par excellence. Das Gebiet bietet zudem Ghost Pipefish, Seenadeln und Steinfische, die sich perfekt im Sand tarnen. Geeignet für alle Niveaus.

10. Black Jack, Kimbe Bay

Black Jack ist ein tiefer Pinnacle in Kimbe Bay mit einem ungewöhnlichen Tiefenprofil: Die Kuppe beginnt bei 18 Metern und fällt steil auf über 60 Meter. An der Kuppe treffen sich Großfisch-Aggregationen, während die Tiefenzone Schwarze Korallen und große Gorgonien beherbergt. Hammerhaie werden gelegentlich in der Tiefe beobachtet. Nitrox-Ausrüstung ist für optimale Bodenzeit empfohlen. Nur für zertifizierte Taucher mit Tieftauch-Erfahrung; min. AOW.

Praktische Hinweise

Die Hauptsaison liegt zwischen Oktober und April; das Meer ist ruhig, die Sicht exzellent. Juli bis September bringt den Südostpassat, der besonders die Südküste rauer macht. Internationale Flüge führen nach Port Moresby; von dort fliegen Inlandsmaschinen nach Hoskins (Kimbe Bay), Alotau (Milne Bay) und Gurney. Taucher planen in der Regel mindestens sieben bis zehn Tage ein. Hyperbarkammern befinden sich in Port Moresby und Rabaul; Liveaboards haben Sauerstoff an Bord. DAN-Versicherung wird von allen seriösen Anbietern empfohlen. Erkunde alle Tauchplätze auf der Karte.