Die 10 besten Tauchplätze in Thailand
Thailand gehört zu den meistbesuchten Tauchzielen Asiens — und das nicht ohne Grund. Zwei sehr unterschiedliche Gewässer teilen sich das Land: die Andamanensee im Westen mit ihren pelagischen Hotspots und klarer Sicht von November bis April, und der Golf von Thailand im Osten mit ruhigeren Bedingungen, die von Mai bis Oktober beste Taucherlebnisse bieten. Wassertemperaturen liegen ganzjährig zwischen 27 und 31 Grad; ein 3-mm-Anzug oder Shorty reicht in den meisten Fällen. Stickoxide, für die Nutzung in der Andamanensee sind besonders attraktiv.
1. Richelieu Rock, Surin-Inseln
Richelieu Rock ist ohne Zweifel Thailands berühmtester Einzeltauchplatz und einer der besten der Welt. Diese einsame Felsformation 18 Kilometer nordwestlich der Surin-Inseln steigt aus 30 Metern Tiefe auf und beherbergt eine staunenswerte Dichte an Leben: Walhaie von Februar bis April, Mantarochen, Hammerhaie, riesige Tigerrochen sowie dichte Kolonien aus Seepferdchen und Ghost-Pipefish. Strömungen können stark sein; Advanced Open Water empfohlen. Nur per Liveaboard oder Tagesboot erreichbar.
2. Similan-Inseln, Andamanensee
Der Similan Islands National Park umfasst neun Granitinseln mit völlig verschiedenen Tauchcharakteren: sanfte Riffhänge im Osten, dramatische Felsformationen und Tiefwandtauchgänge im Westen. Elefantenhaie, Mantarochen und Weißspitzen-Riffhaie sind regelmäßige Begegnungen. Tiefen von 15 bis 40 Metern; Sichtweiten von 20 bis 30 Metern in der Hochsaison von Dezember bis April. Anfahrt über Khao Lak; Similan Dive Center und Khao Lak Fun Divers organisieren Tagestouren und Liveaboards.
3. Hin Daeng und Hin Muang, Andamanensee
Diese beiden Unterwasserfelsen im Süden der Andamanensee, nahe der Grenze zu Malaysia, sind für einen einzigen Grund berühmt: Mantarochen. An Hin Daeng — dem 'Roten Felsen' — sammeln sich sowohl Riff- als auch Ozeanische Mantarochen; Hin Muang daneben ist bekannt für Tiefströmungen und pelagische Arten in 30 bis 40 Metern. Nur von Koh Lanta oder per Liveaboard erreichbar. Advanced Open Water und Strömungserfahrung vorausgesetzt; die Tiefen und Currents fordern auch erfahrene Taucher.
4. Koh Tao — Chumphon Pinnacle, Golf von Thailand
Koh Tao ist Thailands Taucherausbildungszentrum schlechthin — hunderte von Open-Water-Kursen werden hier täglich absolviert. Aber das Beste der Insel ist der Chumphon Pinnacle: vier Granitpfeiler, die von 14 bis auf 36 Meter abfallen, umgeben von Whaleshark-Sichtungen (Juli bis September), riesigen Thunfischschwärmen und Barrakudas. Strömungen können erheblich sein. Big Blue und andere Tauchschulen auf Koh Tao bieten geführte Pinnacle-Tauchgänge für Advanced-zertifizierte Taucher an.
5. Sail Rock (Hin Bai), Golf von Thailand
Dieser einsame Fels zwischen Koh Tao und Koh Phangan steigt aus 40 Metern Tiefe auf und hat ein vertikales Innensystem — ein sogenannter Chimney — den Taucher von 18 auf 5 Meter durchqueren können. Außen ist der Fels bedeckt mit Weichkorallen und Gorgonien; Walhaie erscheinen von Oktober bis Dezember regelmäßig an der Oberfläche. Sichtweiten von 15 bis 25 Metern sind typisch. Advanced Open Water empfehlenswert wegen gelegentlicher Strömungen.
6. Koh Bon Pinnacle, Similan-Bereich
Koh Bon liegt nordöstlich der Similan-Inseln und hat einen einzigen dominanten Spot: ein Unterwasserpinnakel an der Westseite der Insel, der von Mantarochen heimgesucht wird. Die Bedingungen an diesem Spot sind direkter als an Hin Daeng — Mantarochen kreisen oft in geringerer Wassertiefe von 10 bis 20 Metern, was auch weniger erfahrenen Tauchern gute Chancen gibt. Die Saison für Sichtungen liegt zwischen Dezember und April.
7. King Cruiser Wrack, Phuket
Das Wrack der King Cruiser, eine 85 Meter lange Fähre, die 1997 auf einem Riff aufgelaufen ist, liegt zwischen Phuket und Koh Phi Phi auf einem sandigen Grund bei 30 bis 32 Metern. Binnen kürzester Zeit hat das Wrack eine spektakuläre Besiedlung entwickelt: Bumphead-Papagaifische, Kaiserfische, Muränen und Lionfische bevölkern die verrosteten Decks und Aufbauten. Visibility und Strömungsstärke variieren stark; Advanced Open Water und Wracktaucherfahrung empfehlenswert.
8. Shark Point (Hin Musang), Phuket
Drei Granit-Pinnakel ca. 25 Kilometer südöstlich von Phuket sind bekannt für Leopardenhaie, die auf dem Sandboden ruhen — oft mehrere gleichzeitig. Weichkorallen und Nudibranchen machen den Ort auch für Makrofotografen attraktiv. Tiefen zwischen 8 und 26 Metern; gut geeignet für Open-Water-Taucher. In Kombination mit Anemone Reef und dem King Cruiser-Wrack ist Shark Point Teil der beliebtesten Drei-Spots-Tour ab Phuket.
9. Southwest Pinnacle, Koh Tao
Einer der tieferen Spots um Koh Tao, mit einem Granitpfeiler, der auf etwa 34 Meter abfällt. Tigerzahnfische, Schulschwärme von Barrakudas und gelegentlich Walhaie besuchen diesen abgelegenen Pinnacle. Die Strömungen können unberechenbar sein; ein erfahrener Divemaster als Begleitung ist Pflicht. Karte öffnen und die Pinnacel-Spots rund um Koh Tao entdecken.
10. Raya Noi, Andamanensee
Raya Noi liegt südlich von Phuket und ist bei Tagestripps unterschätzt. Die Westseite der Insel hat tiefe Schluchten und Wände, die Mantarochen von Oktober bis Mai anziehen. An der Nordostseite trifft man auf sanfte Riffhänge mit enormen Schwertfisch-Schwärmen und Thunfisch im blauen Wasser. Wassertiefen bis 25 Meter; Sichtweiten von 15 bis 20 Metern. Das Zentralprojekt heißt Raya Diving.
Praktische Hinweise
Thailand teilt sich in zwei Saisons: Andamanensee (Phuket, Khao Lak, Koh Lanta) von November bis April; Golf von Thailand (Koh Tao, Koh Samui) von Mai bis Oktober. Walhai-Sichtungen sind an beiden Küsten möglich, mit Schwerpunkten an Richelieu Rock (Februar bis April) und Koh Tao (Juli bis September). Hyperbarkammern befinden sich in Phuket (Bangkok Phuket Hospital) und Koh Samui.