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Die 10 besten Tauchplätze in Griechenland

Griechenland verfügt über über 16.000 Kilometer Küstenlinie und mehr als 6.000 Inseln — und trotzdem hat die griechische Tauchszene erst in den letzten Jahrzehnten internationales Format bekommen, seit die Tauchverbote aus der Archäologie-Schutz-Ära schrittweise gelockert wurden. Das Ergebnis sind Reviere von großer Vielfalt: vulkanische Felsformationen auf Santorini, klare ionische Gewässer um Zakynthos, Höhlensysteme auf der Peloponnes, und das artenreiche Ägäische Meer um Chios und Leros. Wassertemperaturen erreichen im Sommer 25 bis 27 °C; im Winter sinken sie auf 14 bis 16 °C. Erkunden Sie alle griechischen Tauchplätze auf der Karte.

1. Santorini (Thira), Kykladen

Die Caldera-Insel Santorini bietet eine vollkommen ungewöhnliche Unterwassergeologie. Erstarrte Lavafelder, hydrothermale Ausgasungen in flachen Buchten und Felsvorsprünge in 10 bis 30 Metern machen jeden Tauchgang zu einem geologischen Erlebnis. Wärmeströme aus dem Meeresgrund sind stellenweise spürbar. Oktopusse, Meeräschen, Wolfsbarsche und Tintenfische sind Stammgäste. Beste Sicht von Mai bis Oktober; im Sommer erreicht die Sicht 15 bis 20 Meter. Open-Water-Taucher sind willkommen; mehrere lokale Bases bieten tägliche Bootsausfahrten.

2. Chios, Ägäis

Chios ist für Reisende noch nicht überlaufen, und das gilt auch unter Wasser. Felsriffe in 15 bis 35 Metern Tiefe beherbergen Gorgonien, Tintenfische, Meeräschen und gelegentliche Barrakuda-Schwärme. Posidonia-Wiesen schützen Seepferdchen und Tintenfische. Die Sicht liegt im Sommer regelmäßig bei 20 bis 25 Metern. Das Tauchcenter auf der Insel ist professionell und bietet geführte Ausfahrten zu mehreren Riffen und einem lokalen Wrack in 28 Metern. Empfohlene Saison: Juni bis Oktober.

3. Zakynthos, Ionische Inseln

Zakynthos ist für Meeresschildkröten (Caretta caretta) berühmt, deren Niststrände durch Schutzgebiete gesichert sind. Unter Wasser begegnet man diesen eleganten Tieren in seichtem Seegras und an Felswänden in 8 bis 20 Metern. Darüber hinaus bietet die Insel ausgedehnte Posidonia-Felder, Felsriffe mit Brassen und Meeräschen sowie die beeindruckenden Höhlen an der Nordküste. Die Sicht ist im ionischen Meer durchgängig gut; im Sommer erreicht sie 20 bis 30 Meter. Der Umgang mit Schildkröten unterliegt strengen Regeln — Berühren ist verboten.

4. Lygaria Beach, Kreta

An der Nordküste Kretas bietet Lygaria einen zugänglichen Einstieg für Küstentauchgänge auf Felsplatten in 8 bis 25 Metern. Das kristallklare kretische Wasser — oft über 25 Meter Sicht — macht Lygaria besonders bei Unterwasserfotografen beliebt. Kleine Fische, Langusten, Kraken und gelegentlich Meerschildkröten bevölkern die Riffe. Der Strand selbst ist ruhig und gut erreichbar von Heraklion. Geeignet für alle Zertifizierungsstufen; beste Bedingungen von Mai bis Oktober.

5. Mononaftis, Kreta

Mononaftis, auch als 'Lonely Sailor' bekannt, liegt an der Nordküste Kretas westlich von Heraklion und ist eine der meistempfohlenen Tauchstellen der Insel. Der Untergrund variiert von Sandboden in 5 Metern bis zu Felswänden mit Überhängen in 30 Metern. Schwärme kleiner Fische, Oktopusse, Meeräschen und gelegentlich Tintenfische machen Tauchgänge lebendig. Ruhiges Wasser und gute Infrastruktur machen Mononaftis ideal für Kurse und Einsteiger. Erfahrene Taucher entdecken in der Tiefe Gorgonien und Seesterne.

6. St. George Cave, Paxos

Paxos liegt südlich von Korfu und ist eine der am wenigsten überlaufenen Ionischen Inseln. St. George Cave ist ein weiträumiges Höhlensystem unter Wasser, das Licht auf spektakuläre Weise durch Spalten an der Oberfläche bricht. Die Höhle ist in 5 bis 12 Metern zugänglich und eignet sich für zertifizierte Taucher, die kein spezialisiertes Höhlentraining haben. Außerhalb der Höhle wechseln Felsriffe und Seegraswiesen; Cephalopoden und Langusten sind häufige Begegnungen. Saison: Mai bis Oktober.

7. Aqualized Dive Adventures, Ägina

Ägina ist die Insel, die man vom Piräus in 40 Minuten erreicht und die trotzdem über erstklassige Tauchreviere verfügt. Die lokale Tauchagentur bietet geführte Ausfahrten zu Riffen in 12 bis 30 Metern, zu Wracks und zu Felsformationen, die reich an Meeräschen, Brassen und Tintenfischen sind. Die Insel ist ein praktisches Ziel für Athener, die ein Wochendtauchprogramm suchen, ohne weit zu reisen. Sicht im Sommer typisch 15 bis 20 Meter; Bootsausfahrten täglich.

8. Dolphin Diving Center, Korfu

Korfu kombiniert touristischen Komfort mit gutem Tauchen. Das Dolphin Diving Center bietet Tauchgänge zu Riffhängen und Wracks in der Nordostküste der Insel, wo das ionische Meer besonders klar ist. Sichtweiten von 20 bis 30 Metern im Hochsommer sind keine Ausnahme. Wolfsbarsche, Meeräschen, Oktopusse und in der Tiefe Gorgonien kennzeichnen die Riffe. Korfus gute Fluganbindung und breites Hotelsortiment machen es zum praktischen Ausgangspunkt für Wochentauchen im Ionischen Meer.

9. Nektar-Tec-Rec Diving, Rhodos

Rhodos hat im östlichen Mittelmeer eine der längsten Tauchwetterperioden: von März bis Ende November ist das Wasser warm genug für angenehmes Tauchen mit einem 5-mm-Anzug. Der lokale Anbieter spezialisiert sich auf technisches und Rekreationstauchen gleichermaßen. Unter Wasser bieten die Riffe östlich der Insel abwechslungsreiche Topographie: Felsspalten, Höhlen und Sandbödige Täler in 10 bis 45 Metern. Barrakuda-Schwärme und Tintenfische sind häufig; tiefe Abschnitte bieten Gorgonien und Seesterne.

10. Chalkidiki, Nordgriechenland

Chalkidiki ist der Finger-Halbinsel-Archipel im Norden Griechenlands und bietet Tauchen für Festland-Reisende mit Abstand zu den überfüllten Inselstränden. Felsriffe rund um den Dritten Finger (Athos) reichen auf 20 bis 30 Meter und sind trotz Mönchsrepublik von außen erreichbar. Seegraswiesen, Felsriffe und Sandböden beherbergen Seenadeln, Tintenfische, Meeräschen und Wolfsbarsche. Mehrere Tauchbases in Ierissos und Ouranoupoli bieten tägliche Ausfahrten von Mai bis Oktober.

Praktische Hinweise

Die griechische Hauptsaison für Tauchen liegt zwischen Mai und Oktober; Juli und August bieten die wärmsten Wassertemperaturen (24 bis 27 °C) und beste Sicht. Frühling und Herbst sind weniger überfüllt und bieten exzellente Bedingungen. Fast alle Inseln haben lokale Tauchcenter, die nach PADI und SSI ausbilden; Advanced-Kurs empfohlen, um alle Reviere vollständig zu nutzen. Auf der interaktiven Karte lassen sich lokale Bases und Tauchspots gezielt nach Insel filtern.